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Einführende Infomationen über Amnesie  

  1. Was ist Amnesie - eine kleine Definition und Erklärung von
    Prof. H.J. Markowitsch
  2. Amnesieformen und mit ihnen verknüpfte Krankheitsbilder
  3. Was kann man dagegen tun?
  4. häufig gestellte Fragen: einige interessante Fragen und Antworten zum Thema Amnesie...

Amnesieformen und mit Ihnen verknüpfte Krankheitsbilder:
Es werden mehrere Prototypen von Amnesie unterschieden, aber oft überlagern sich diese:

  • retrograde (rückwirkende) Amnesie: Gedächtnisverlust für den Zeitraum vor Eintreten des schädigenden Ereignisses (im Gedächtnis gespeicherte Bilder oder Zusammenhänge können nicht in das Bewusstsein geholt werden.
  • anterograde (vorwärtswirkende) Amnesie (=> Neugedächtnis): nach einem schädigenden Ereignis ist das Neugedächtnis gestört, nach der eigentlichen Bewußtlosigkeit können die Betroffenen "normal" erscheinen, vergessen aber neue Ereignisse sehr schnell wieder; meist wird auch die Vergesslichkeit selbst vergessen, für den Betroffenen entsteht also zunächst weder Krankheitsbewußtsein noch Leidensdruck.
  • kongrade Amnesie: Das eigentliche Ereignis ist wie ausgestanzt aus der Erinnerung ohne Verlust der rückwirkenden Erinnerung und ohne Störung des Neugedächtnisses.
  • transitorisch-globale Amnesie: vorübergehender Ausfall von Alt- und Neugedächtnis, meist zusammen mit Orientierungsstörung, oft bei Migräne Amnesie durch Zerstörung oder Schädigung des Hippocampus: der Patient kann sich nichts dauerhaft merken, nur das Kurzzeitgedächtnis ist vorhanden. Jedes neue Ereignis löscht die Erinnerung an das vorhergehende aus. Dem Patienten erscheint das Leben wie ein einziger Augenblick, ein ewiger Moment.
  • psychogene Amnesie: Verdrängung unangenehm erlebter Situationen, Zeichen einer abnormen Erlebnisreaktion
  • hysterische Amnesie: Ein qualvolles unangenehmes Erlebnis wird durch Verdrängung beiseite geschoben. Häufig wird hierbei der Inhalt wohl wahrgenommen, aber die Verfügbarkeit ausgeblendet.

Beim amnestischen Syndrom ist das Kurzzeitgedächtnis oft weitgehend intakt. Das prozedurale Gedächtnis, wo Handlungsroutinen wie Schwimmen, Radfahren oder Schuhe binden hinterlegt sind, ist meist nicht betroffen. Besondere Einschränkungen erleiden die Patienten in aller Regel beim episodischen Gedächtnis, also dort, wo Details über das persönliche aber auch über das erlebte öffentliche Leben abgespeichert sind. Anterograde Amnesien sind in aller Regel ausgeprägter als retrograde; d.h. das Neugedächtnis ist meist stärker geschädigt als das Altgedächtnis.

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Amnesie - zweiter Teil


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16.07.07






 

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